Kirgisistan

Weltverfolgungsindex
2018
ISO
KG

Land unter Beobachtung

Kirgisistan

 

Kirgistan

 

Triebkräfte der Verfolgung

Diktatorische Paranoia

Religiöse Aktivitäten sind nur innerhalb von staatlich geführten und kontrollierten Institutionen erlaubt. 2009 wurde ein neues Religionsgesetz verabschiedet, das den Christen viele Einschränkungen auferlegte. Seit 2015 ist ein neuer Gesetzentwurf im Gespräch, der die Registrierung von Kirchengemeinden fast unmöglich machen wird, da er ein Minimum an 500 Kirchenmitgliedern vorschreibt, was für christliche Gruppierungen faktisch nicht zu erreichen ist.

Islamische Unterdrückung

Kirgisistan ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern Zentralasiens sehr traditionell. Druck aus islamischen Kreisen richtet sich vor allem gegen ehemalige Muslime. Wenn Menschen kirgisischer Abstammung sich zu Jesus Christus bekehren, werden sie Druck und gelegentlich auch Gewalt von Familie, Freunden und der Ortsgemeinschaft erleben, die sie zur Umkehr in den Islam zwingen wollen.

 

Verfolger

Neben den Regierungsbeamten, die von Diktatorischer Paranoia getrieben werden, geht die Verfolgung von den Leitern ethnischer Gruppen, der Großfamilie, nichtchristlichen religiösen Leitern und normalen Bürgern aus, die dem islamischen Umfeld zuzuordnen sind. Sie setzen vor allem ehemalige Muslime unter Druck.

 

Betroffene Kategorien von Christen

  • Ehemalige Muslime werden darauf bedacht sein, keine ungewollte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, da Familie, Freunde und Gesellschaft alle Register ziehen werden, um sie zum Widerruf ihres Glaubens zu bewegen. So wurden Christen muslimischer Herkunft zuhause eingesperrt, um den Druck noch zu erhöhen. Die Gesellschaft wird ehemalige Muslime, deren Glaube an Jesus bekannt ist, und Christen aus protestantischen Freikirchen, die aktiv evangelisieren, überwachen. Kirchengruppen müssen sich registrieren lassen, doch die größte Hürde ist das Minimum von bisher 200 Unterschriften, die dafür gesammelt werden müssen. Eine Bedingung, die praktisch keine Kirche erfüllen kann.
  • Im Berichtszeitraum des WVI 2018 haben Feldforscher berichtet, dass eine ehemalige Muslimin, die sich zu Jesus Christus bekehrt hatte, von ihrem Bruder getötet wurde. In Tokmak wurde eine Kirche angegriffen. Ein Pastor wurde festgenommen. Es gab Berichte von Frauen, die zwangsverheiratet wurden – eine geläufige Praxis in Kirgisistan. Etwa 30 Christen wurden geschlagen – vor allem von ihren Familien. 18 Christen mussten sich versteckt halten.

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