Blickpunkt Nigeria

Blickpunkt Nigeria

Massive Gewalt, Vertreibung und Hunger

Seit Jahren terrorisiert die extremistische Gruppierung Boko Haram insbesondere den Norden Nigerias. Sie greift gezielt Christen an, tötet aber auch Menschen anderer Glaubensrichtungen. Fast 2 Millionen Menschen wurden so zu Flüchtlingen im eigenen Land; vor allem der Nordosten des Landes mit den Staaten Adamawa, Borno und Yobe ist betroffen. Aber auch in Zentralnigeria hat es immer wieder Überfälle gegeben – und auch hier wurden besonders Christen zur Zielscheibe der Gewalt, dieses Mal durch die muslimischen Fulani-Viehhirten. Open Doors erreichten zudem Berichte, nach denen Christen in Flüchtlingslagern weiter diskriminiert wurden und ihnen der Zugang zu Lebensmitteln verweigert wurde. Deswegen hat Open Doors in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit den einheimischen Kirchen gezielt christliche Flüchtlingsfamilien mit Nothilfepaketen versorgt. Eine bereits Anfang letzten Jahres veröffentlichte Studie zeigt das Ausmaß der Gewalt durch Boko Haram und extremistische Fulani-Hirten gegen Christen auf.
 

Nothilfe   Videos   Studie   Gebetsanliegen

Nothilfe für verfolgte Christen – Danke für Ihre Unterstützung!

Bevor der Norden Nigerias durch Boko Haram mit Gewalt überzogen wurde, konnten sich die christlichen Gemeinschaften in dieser Region selbst versorgen. Doch die gezielten Angriffe der Gruppe, gerade auch gegen Christen, haben dazu geführt, dass seit Jahren kein geregelter landwirtschaftlicher Anbau mehr möglich ist. Dazu kommen Überfälle von bewaffneten extremistischen Fulani-Hirten auf christliche Dörfer. Die Folge ist eine humanitäre Katastrophe für hunderttausende Familien.

Christen haben es dabei oft besonders schwer: Viele Kontakte aus der nigerianischen Kirche haben Open Doors geschildert, dass unsere Geschwister in Flüchtlingslagern bei der Verteilung der lebensnotwendigen Güter häufig benachteiligt werden. Einige berichteten von offener Diskriminierung gegenüber Christen: „Die Organisationen, die die Lebensmittel ausgegeben haben, haben uns gesagt, dass die Hilfe nicht für Christen ist.“

Aufgrund dieser Situation hat Open Doors in Koordination mit einheimischen Organisationen und Kirchen in den vergangenen Jahren gezielt christliche Familien mit Nothilfe unterstützt. Wir sind sehr dankbar, dass die Verteilung der Güter in den gefährlichen Gebieten im Nordosten Nigerias ohne Probleme durchgeführt werden konnte. Viele Christen haben sich sehr dankbar gegenüber der Hilfe geäußert: „Es ist eine große Ermutigung, zu sehen, wie Gott unter seinen Kindern wirkt, wenn sich die Welt nicht um sie kümmert. Ohne eure Hilfe wären viele schon lange tot. Wir danken Gott, dass er euch zu uns nach Nigeria gesendet hat!“, sagte ein Pastor aus Yobe. „Die Kinder sterben leise in den Lagern“, fügt ein Pastor aus Borno hinzu. „Ich kann mich nicht erinnern, wann meine Leute das letzte Mal Essen von den Behörden bekommen haben. Eure Hilfe kam zur rechten Zeit.“

Sehen Sie im Video einige Bilder von den Verteilaktionen im Juli 2018 unter Opfern der Fulani-Überfälle. Bitte beten Sie weiterhin für die Christen in Nigeria!
 

Video: Nothilfe für Fulani-Opfer in Nigeria

Weitere Videos zum Thema

Länderberichte

Nigeria: Das Boko-Haram-Baby

02:16 Minuten
Nigeria

Als Teenager wurde Esther von Boko Haram entführt und zwangsverheiratet. Hochschwanger konnte sie entkommen. Mit Traumaseminaren wird Frauen wie Esther geholfen, mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit umzugehen.

Länderberichte

Nigeria: Heilung für Fulani-Opfer

04:51 Minuten
Nigeria

Um Opfern von islamistischer Gewalt, hat Open Doors im Nordosten Nigerias ein Traumazentrum eröffnet. Hier lernen Christen mit ihrem Trauma richtig umzugehen und einen Weg der Vergebung einzuschlagen. Ein Einblick vor Ort.

Länderberichte

Nigeria: Schmerzhaftes Warten

03:21 Minuten
Nigeria

Am 14. April 2014 überfielen Kämpfer der Boko Haram eine Schule in Chibok und entführten über 230 Mädchen. Zwar wurden in den letzten Jahren gut die Hälfte der Mädchen befreit, mehr als 100 werden aber noch vermisst.

Informationen für den Gemeindebrief Informationen für den Gemeindebrief
Frauen genießen die Gemeinschaft im Shalom Center
Nigeria
Im Shalom Center erfahren unsere Brüder und Schwestern in Nigeria Beratung und Heilung von Traumata, die sie durch Verfolgung und Gewalt erlitten haben. Zusätzlich werden Trauma-Begleiter werden geschult.
Persönliche Berichte Persönliche Berichte
Kleines Frühstück und Spaß zu zweit - Esther und ihre Tochter Rebecca
Nigeria
Esthers Leben ist bis heute von ihrer dreijährigen Gefangenschaft durch Boko Haram geprägt. Doch allem Leid zum Trotz geht sie ihren Weg, getragen von der weltweiten Gemeinde Jesu.
Nachrichten Nachrichten
Hanatu zeigt ein Bild ihrer Tochter Saratu
Nigeria
Fünf Jahre nach der Entführung von über 230 Schülerinnen im nigerianischen Chibok durch Boko Haram werden immer noch 112 von ihnen vermisst. Open Doors hat Angehörige vor Ort besucht.
Informationen für den Gemeindebrief Informationen für den Gemeindebrief
Yana Gala aus Nigeria
Nigeria
Vor fünf Jahren wurden etwa 230 zumeist christliche Mädchen aus Chibok entführt. Einige kamen frei, 111 Mädchen werden noch vermisst. Auch nach 1.825 Tagen hofft Yana Gana auf Gottes Hilfe, dass ihre Tochter Rifkatu befreit wird.
Nachrichten Nachrichten
Durch gewaltsame Übergriffe wurden viele Häuser von Christen im Norden Nigerias zerstört
Nigeria
Ein internationales afrikanisches Gericht hat schwere Vorwürfe gegen die nigerianische Regierung erhoben im Zusammenhang mit zahlreichen Gewaltexzessen gegen Christen in Zentralnigeria.

Massive Gewalt gegen Christen in Nigeria

Zwischen 2000 und 2016 wurden im Norden Nigerias über 13.000 Kirchen zerstört oder geschlossen und schätzungsweise 11.500 Christen ermordet. Etwa 1,3 Millionen Christen sind aus der Region geflohen. Dies ergab eine Studie, die Open Doors in Zusammenarbeit mit der Christian Association of Nigeria (CAN), der größten überkonfessionellen Vereinigung nigerianischer Christen, erstellt hat. Extremistische muslimische Gruppen wie Boko Haram verfolgen mit ihren Gewalttaten ein Ziel: die christliche Bevölkerung in den nördlichen Scharia-Staaten und im Mittelgürtel des Landes zu vertreiben.

Am 24. Februar 2016 wurde der Bericht zur Studie veröffentlicht, den Sie sich hier lesen und herunterladen können:

 

PDF – Studie (englisch)

Gebetsanliegen für Nigeria

Bitte beten Sie …

  • um Versorgung für die Menschen, die vor dem Terror von Boko Haram geflohen sind und Hunger leiden.
  • um Schutz vor Boko Haram und den FulaniHirten, insbesondere für die Menschen, die in ihre Dörfer zurückkehren, um ihre Heimat neu aufzubauen.
  • dass unsere Geschwister neue Hoffnung bekommen, dass ein normales Leben in ihrer Heimat wieder möglich ist.
  • für die vielen Frauen und Mädchen, die entführt und/oder vergewaltigt wurden.
  • für alle, die durch die Gewalt, die ihnen oder ihrer Familie angetan wurde, traumatisiert wurden. Beten Sie, dass Gott auch gerade Muslime erreichen kann und sie seine Liebe annehmen.
  • um Weisheit für die Gemeindeleiter in den Regionen.
  • um Mut für die Christen, die in den Flüchtlingslagern noch immer Diskriminierungen erleiden.
  • für den Aufbau der zerstörten Kirchen und die Gottesdienste, die derzeit häufig unter freiem Himmel stattfinden müssen.
  • dass Gott neue geistliche Leiter schenkt, wo Pastoren oder Älteste getötet wurden oder fliehen mussten.
  • dass die Christen Vergebung aussprechen können und keine Rache bei ihren muslimischen Nachbarn suchen, für das, was ihnen angetan wurde.

Danken wir …

  • dass etwa 15.000 Personen Lebensmittel und andere lebensnotwendige Hilfen von Open Doors erhalten konnten.
  • für Gottes Schutz während der Verteilung der Nothilfepakete.
  • dass viele Christen berichten, wie diese schreckliche Situation sie in ihrem Glauben stärkt und ihre Beziehung zu Gott erneuert wurde.

Alle Felder müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail wird über Ihr E-Mail-Programm verschickt.