Länderprofil China

China

43
Weltverfolgungsindex
2018
Flagge China
Hauptreligion
Atheistische Staatsideologie
Staatsform
Volksrepublik
Platz Vorjahr
39
ISO
CN
Karte China
Karte China
Christen
97,20
Bevölkerung
1388.23
Kommunistische Unterdrückung
Islamische Unterdrückung
Religiös motivierter Nationalismus
Privatleben: 9.200
Familienleben: 7.200
Gesellschaftliches Leben: 8.000
Leben im Staat: 10.700
Kirchliches Leben: 13.300
Auftreten von Gewalt: 9.100
Länderprofil China

Berichtszeitraum: 1. November 2016 – 31. Oktober 2017

Zusammenfassung

Position auf dem Weltverfolgungsindex

57 Punkte / Platz 43 (WVI 2017: 57 Punkte / Platz 39)

Von wem Verfolgung ausgeht

Die Hauptlast der Verfolgung liegt auf den kleinen Minderheiten von Christen mit muslimischer oder buddhistischer Herkunft. Verantwortlich dafür sind nichtchristliche religiöse Leiter, die in den autonomen Gebieten Xinjiang und Tibet großen Einfluss haben. Ebenfalls beteiligt sind das gesellschaftliche Umfeld und die eigene Familie. Ein Glaubenswechsel ist mehr als nur ein Wechsel der Religion; er wird als Schande für die Familie und als Verrat an der Gesellschaft angesehen. Auch die kommunistischen Behörden fördern die Verfolgung, denn sie sind verantwortlich für die Einschränkung der Freiheiten in den oben genannten Provinzen, in denen die Lage unberechenbar ist. Doch das Problem ist nicht auf diese Regionen begrenzt. Die kommunistischen Behörden unternehmen große Anstrengungen, die ganze Gesellschaft zu kontrollieren und die eigene Macht zu erhalten. Darin liegt auch ihr Interesse begründet, Christen fest im Griff zu haben; immerhin sind sie die größte gesellschaftliche Kraft in China, die nicht vom Staat kontrolliert wird. Im Berichtszeitraum für den Weltverfolgungsindex 2018 wurde die Überwachung verstärkt. Einige Hauskirchen wurden unter Druck gesetzt, der vom Staat kontrollierten Drei-Selbst-Kirche beizutreten. Die Regierung wird zum 1. Februar 2018 eine neue Religionsverordnung durchsetzen.

Auswirkungen der Verfolgung auf Christen

Wenn in muslimischen oder buddhistisch geprägten Teilen Chinas bekannt wird, dass jemand von der Mehrheitsreligion zum christlichen Glauben gewechselt ist, wird dieser Christ in der Regel von Mitgliedern der Gesellschaft oder der eigenen Familie bedroht, körperlich angegriffen oder den lokalen Behörden gemeldet. All dies soll dazu führen, dass er zu seinem ursprünglichen Glauben zurückfindet. Es kommt vor, dass Ehepartner zur Scheidung gezwungen werden oder Kinder ihren christlichen Eltern weggenommen werden. Öffentliche Taufen sind ausgeschlossen. Familienfeste, wie zum Beispiel Hochzeiten oder Beerdigungen, werden von Imamen oder Lamas (buddhistischen Lehrern) organisiert. Sobald jedoch bekannt wird, dass Christen beteiligt sind, verweigern die Geistlichen die entsprechenden Zeremonien.

In Bezug auf Verfolgung ist die Unterscheidung zwischen staatlich registrierten Kirchen und nicht registrierten Kirchen (oftmals auch „Hauskirchen“ genannt) in China nicht mehr so wichtig wie in der Vergangenheit. Auch von der Regierung genehmigte Kirchen können wie jede andere Kirche in den Fokus der Behörden geraten, sobald sie als bedrohlich empfunden werden. Das kann der Fall sein, wenn sie eine gewisse Größe erreichen, zu politisch sind, ausländische Gäste einladen oder auf andere Art und Weise die Aufmerksamkeit der Behörden vor Ort auf sich ziehen.

In Bezug auf die Kirchen gewinnt die „Sinisierung“ (gezielte Förderung chinesischer Traditionen bei gleichzeitiger Schwächung anderer kultureller Einflüsse) zunehmend an Bedeutung. Das passt zu der Wahrnehmung, dass die kommunistische Partei stark auf die kulturelle Identität Chinas baut, um an der Macht zu bleiben. Die neuen Begrenzungen in Bezug auf das Internet und soziale Medien, das neue Gesetz zur Regulierung von Nichtregierungsorganisationen und die neue Religionsverordnung bedeuten ernstzunehmende Beschränkungen der Freiheit.

Wenn man diese Entwicklungen betrachtet, mag es überraschen, dass die Gesamtpunktzahl für China nicht gestiegen ist. Der Grund hierfür ist eine Verfeinerung in der Methodik des Weltverfolgungsindex, der nunmehr den Prozentsatz der verfolgten Christen in einer Region berücksichtigt und nicht mehr wie bisher die geographische Größe der Region. Für China bedeutet dies, dass in allen Fragen, in welchen ausschließlich Christen mit muslimischem oder buddhistischem (tibetischen) Hintergrund betroffen sind, die Wertung nicht mehr länger „2“ ist (da die Gebiete mehr als 25 % des chinesischen Staatsgebiets ausmachen), sondern „1“ (da dort nur etwa 3 % der Gesamtbevölkerung leben). In absoluten Punktzahlen macht diese Änderung für China etwa drei Punkte aus.

Beispiele

  • In den ländlichen Gebieten Tibets haben Lamas einen großen Einfluss auf das alltägliche Leben der Menschen (beispielsweise durch die Kontrolle des Gesundheitswesens), weil viele von ihnen Mitarbeiter lokaler Regierungsbehörden sind. In ihren Händen liegt die Verwaltung der Grundversorgung, einschließlich der Verteilung staatlicher Hilfsgüter an einzelne Familien. Dabei werden christliche Konvertiten häufig diskriminiert oder sogar ganz von der Versorgung ausgeschlossen.
  • Wenig überraschend lässt die kommunistische Partei keine anderen Parteien zu. Zivilgesellschaftliche Organisationen sind jedoch erlaubt. Allerdings werden in diesem Bereich keine christlichen Organisationen genehmigt, es sei denn, sie arbeiten unter der Schirmherrschaft registrierter Kirchen. Damit ist der größte Teil der chinesischen Christen davon ausgeschlossen, sich in organisierter Form sozial engagieren zu können.
  • Am 24. Mai 2017 wurden zwei chinesische Missionare von islamisch-extremistischen Kämpfern in Quetta, Pakistan, entführt und später von ihnen getötet. Dieser Vorfall spiegelt sich im Weltverfolgungsindex in der Wertung für Pakistan wider, aber er wird auch hier erwähnt, da er in den kommenden Jahren weitreichende Konsequenzen haben wird. Mit einer wachsenden christlichen Gemeinde in China und dem Versprechen, bis zum Jahr 2030 20.000 Missionare auszusenden, werden in Zukunft immer mehr Missionare in einige der schwierigsten und unwahrscheinlichsten Regionen der Welt ausgesendet werden. Insbesondere im Zuge der „Neuen Seidenstraße“, einer Initiative der Regierung, werden chinesische Bürger in Zukunft relativ leichten Zugang zu vielen Ländern haben. Die Frage ist allerdings, ob sie von ihrer atheistischen Regierung Schutz erwarten dürfen, wenn sie im Ausland nicht freundlich empfangen werden.
  • Im August 2017 wurden in der Provinz Shanxi einige Gebäude zerstört, die der katholischen Kirche gehörten, obwohl die Mitglieder der Kirche versuchten, diese Gebäude zu schützen. Häuser von Christen in Guangdong, Xinjiang und Anhui wurden durchsucht und Eigentum beschlagnahmt. Auch Kirchen wurden durchsucht und die Vermieter, die die Räumlichkeiten an Kirchen vermieteten, unter Druck gesetzt, Mietverträge zu kündigen.

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1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Wie im Vorjahr hat China eine Wertung von 57 Punkten. In den Bereichen „Privatleben“ und „Familienleben“ sind die Durchschnittswerte zurückgegangen. In den Bereichen „Gesellschaftliches Leben“, „Leben im Staat“ und „Kirchliches Leben“ ist die Punktzahl allerdings angestiegen. Diese Punktzahlen spiegeln die wachsende Betonung der kommunistischen Rhetorik durch die Regierung sowie größer werdende Herausforderungen in Bezug auf das rechtliche und administrative Umfeld wider. Letzteres ist bedingt durch die neue Religionsverordnung, die am 1. Februar 2018 in Kraft treten wird. Diese zeigt schon jetzt Auswirkungen, da Christen sich bereits auf die Einführung der neuen Regeln vorbereiten. Besonders im Bereich „Kirchliches Leben“ ist der Druck spürbar. In Bezug auf die Situation der Christen im gesamten Land muss man die enorme flächenmäßige Ausdehnung Chinas berücksichtigen; dadurch ist die Lage der Christen in verschiedenen Teilen des Landes sehr unterschiedlich.

Wenn man diese Entwicklungen betrachtet, mag es überraschen, dass die Gesamtpunktzahl für China nicht gestiegen ist. Der Grund hierfür ist eine Verfeinerung in der Methodik des Weltverfolgungsindex, der nunmehr den Prozentsatz der verfolgten Christen in einer Region berücksichtigt und nicht mehr wie bisher die geographische Größe der Region. Für China bedeutet dies, dass in allen Fragen, in welchen ausschließlich Christen mit muslimischem oder buddhistischem (tibetischen) Hintergrund betroffen sind, die Wertung nicht mehr länger „2“ ist (da die Gebiete mehr als 25 % des chinesischen Staatsgebiets ausmachen), sondern „1“ (da dort nur etwa 3 % der Gesamtbevölkerung leben). In absoluten Punktzahlen macht diese Änderung für China etwa drei Punkte aus.

2. Triebkräfte der Verfolgung

Kommunistische Unterdrückung

Das alles überspannende Ziel der kommunistischen Partei ist der Machterhalt, den sie durch nationale Einheit und die Minimierung ausländischer Einflüsse zu sichern versucht. Die Regierenden werden alles aus ihrer Sicht Nötige tun, um in diesem Bestreben Erfolg zu haben. In den vergangenen Jahren berief sich China zunehmend auf seine ideologischen Wurzeln und betonte die kommunistische Herrschaft. Im Dezember 2016 forderte Präsident Xi Jinping Gefolgschaft von den Schulen und Universitäten des Landes in Bezug auf die kommunistische Ideologie der Regierung ein. Im Juli 2017 erinnerte er noch einmal nachdrücklich an die Notwendigkeit, die traditionelle chinesische Kultur in allen Bereichen der Gesellschaft neu zu beleben. Der Konfuzianismus wurde als chinesisch gepriesen; wenn jemand unbedingt religiös sein müsse, dann solle er dem Konfuzianismus anhängen, so die Empfehlung von Xi Jinping. Präsident Xi Jinping ist wohl der stärkste Parteiführer seit langer Zeit, einige Beobachter vergleichen ihn bereits mit Mao Zedong. Unterdessen gewinnen Parteiorgane wie die Zentralkommission zur Kontrolle der Disziplin an Macht. So ermittelten sie gegen hochrangige Parteimitglieder, denen man auf dem 19. Parteikongress eine Beförderung auf die Ebene der nationalen Führung zutraute. Auf dem Parteikongress selbst wurde betont, dass sich die Partei wieder stark auf die kommunistische Ideologie fokussiert. Dabei wurde unmissverständlich deutlich gemacht, dass die Partei diese Fokussierung auch von sämtlichen Regierungsvertretern und zivilgesellschaftlichen Beteiligten erwartet. Weitere Informationen über den 19. Parteikongress finden sich im Abschnitt „Hintergrund“.

Um seine eigene Macht und die gesellschaftliche Harmonie zu sichern, kontrolliert das Regime alle Religionen, darunter auch die stark wachsende christliche Minderheit. Dies gilt vor allem für die instabilen Minderheitsregionen Tibet und das muslimische Xinjiang. Die Regierung hat die Kontrolle in diesen Gebieten verstärkt, was nicht nur ethnische Aufständische zu spüren bekommen, die um die Unabhängigkeit kämpfen, sondern auch einzelne Gruppen von christlichen Konvertiten und sogar Han-Christen. In den meisten Regionen Chinas werden christliche Aktivitäten jedoch eher beobachtet als kontrolliert. Einige nicht registrierte Hauskirchen waren allerdings in der Ausübung ihrer Aktivitäten eingeschränkt, besonders im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. In Bezug auf die meist von Han-Chinesen besuchten Kirchen sprechen Beobachter von drei Arten von Kirchen: den illegalen „schwarzen“ Kirchen (wie beispielsweise dem Vatikan gegenüber loyale Katholiken), welche vom Staat bekämpft werden, den staatlich anerkannten „roten“ Kirchen, die kontrolliert werden, und den „grauen“, die trotz fehlender Genehmigung toleriert werden und der die Mehrheit der chinesischen Christen angehört.

Islamische Unterdrückung

Die Situation in der Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas, wo die muslimische Minderheit der Uiguren lebt, wird zunehmend instabil. Immer mehr islamische Extremisten sickern aus dem Ausland in die Region ein. Einigen Berichten zufolge waren islamische Kämpfer aus Xinjiang im Mai 2017 an der Belagerung von Marawi auf den Philippinen beteiligt. All das hat dazu geführt, dass die Regierung ihr Vorgehen gegen die Kämpfer wie auch die Kontrolle der Religionen in Xinjiang weiter intensiviert. Die Lage der wenigen Christen muslimischer Herkunft – höchstwahrscheinlich einige Tausend – ist extrem schwierig. Sie erleben den soeben bereits beschriebenen allgemein erhöhten Druck vonseiten der Regierung und müssen zusätzlich mit Verfolgung durch die eigene Familie, Nachbarn und Freunde rechnen. Jedes Abweichen von der islamischen Glaubenstradition wird als Schande und sogar Verrat angesehen, da nach gängigem Verständnis jeder Uigure Muslim sein sollte. Auch wenn es schwierig ist, Berichte über die Situation von Christen muslimischer Herkunft zu erhalten, so weisen doch alle vorliegenden Informationen auf eine Verschlechterung hin. Gelegentlich kommt es sogar zu physischer Gewalt durch Familienangehörige.

Religiös motivierter Nationalismus

Ähnliche Entwicklungen wie im Einflussbereich der „Islamischen Unterdrückung“ betreffen auch die noch kleinere Gruppe tibetischer Christen buddhistischer Herkunft in der chinesischen Region Tibet (Westchina). Druck und Gewalt nehmen zu und die Behörden tun alles in ihrer Macht Stehende, um die tibetischen Unabhängigkeitsbestrebungen zu unterbinden. Tibetische Christen sind starkem Widerstand vonseiten ihrer Familie, Freunden und der Gesellschaft ausgesetzt. In dieser Region einen „abweichenden“ Glauben zu haben, kann einen hohen Preis kosten, da ein christlicher Konvertit automatisch von der Gemeinschaft ausgeschlossen wird.

Säkulare Intoleranz

Die Bemühungen, Religionen aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen, haben sich verstärkt. Das wurde beispielsweise deutlich durch Einschränkungen im Bereich religiöser Veranstaltungen auf dem Gelände von Universitäten und im Blick auf Veröffentlichungen religiöser Schriften. In manchen Regionen wird von einer Intensivierung atheistischer Unterweisung berichtet. Der Kommunismus ist seinem Wesen nach atheistisch und lehnt alle Religionen ab.

Diktatorische Paranoia

Präsident Xi Jinping hat seine Macht in einer Weise gefestigt, wie man es seit Mao Zedong nicht mehr erlebt hat. Unter seiner Führung wirkt die kommunistische Partei schon fast militant hinsichtlich ihrer Bemühungen, jegliche vermeintliche Bedrohung, die die Autorität der Partei anzweifeln könnte, anzugreifen. Das Hauptziel der Partei ist der Machterhalt. In gewisser Hinsicht stellt die Ideologie ein Werkzeug dar, das eher als Mittel zum Zweck dient, statt das eigentlich Ziel zu sein. So wird zum Beispiel der christliche Glaube nicht unbedingt aufgrund seiner theologischen Inhalte als mögliche Bedrohung gesehen, sondern weil sich Menschen im Namen einer Sache versammeln und organisieren, die außerhalb der Kontrolle der Partei liegt.

Organisiertes Verbrechen und Korruption

Lokale Regierungsbeamte können sehr korrupt sein. Streitigkeiten um Grundstücke, bei denen Christen betroffen sind, führten im vergangenen Jahr zu einer beachtlichen Anzahl von Verfolgungsfällen. Allerdings hat die kommunistische Partei eine Anti-Korruptionskampagne ins Leben gerufen, sodass Hoffnung besteht, dass diese Triebkraft der Verfolgung künftig in den Hintergrund tritt.

3. Verfolger

Die Hauptlast der Verfolgung liegt auf den kleinen Minderheiten von Christen mit muslimischer oder buddhistischer Herkunft. Verantwortlich dafür sind nichtchristliche religiöse Leiter, die in den autonomen Gebieten Xinjiang und Tibet großen Einfluss haben. Ebenfalls beteiligt sind das gesellschaftliche Umfeld und die eigene Familie. Ein Glaubenswechsel ist mehr als nur ein Wechsel der Religion; er wird als Schande für die Familie und als Verrat an der Gesellschaft angesehen. Auch die kommunistischen Behörden fördern die Verfolgung, denn sie sind verantwortlich für die Einschränkung der Freiheiten in den oben genannten Provinzen, in denen die Lage unberechenbar ist. Doch das Problem ist nicht auf diese Regionen begrenzt. Die kommunistischen Behörden unternehmen große Anstrengungen, die ganze Gesellschaft zu kontrollieren und die eigene Macht zu erhalten. Darin liegt auch ihr Interesse begründet, Christen fest im Griff zu haben; immerhin sind sie die größte gesellschaftliche Kraft in China, die nicht vom Staat kontrolliert wird.

4. Hintergrund

China bleibt eines der kompliziertesten Länder auf dem Weltverfolgungsindex, da die Verfolgung von Christen so facettenreich und vielfältig ist. Die Kampagne in der Provinz Zhejiang, in deren Verlauf viele Kreuze niedergerissen und zerstört wurden, endete zu Beginn des Jahres 2016. Gemeindeversammlungen wurden jedoch in einigen Provinzen weiterhin gestört oder unterbunden. Kirchen wurde nachdrücklich davon abgeraten oder sie wurden daran gehindert, Jugendfreizeiten abzuhalten. In anderen Provinzen hingegen konnten die traditionellen Jugendfreizeiten im Sommer ohne staatliche Interventionen durchgeführt werden. Kirchen werden besonders ins Visier genommen und in ihren Aktivitäten beeinträchtigt, wenn die Behörden dies aus einem oder mehreren der folgenden Gründe für nötig halten: 1. Teilnahme von Ausländern an Zusammenkünften, 2. Die Beteiligung ausländischer Medien, 3. Eine als zu groß empfundene Teilnehmerzahl oder 4. Die Aussendung von Missionaren ins Ausland.

Die kommunistische Partei setzt ihre Kampagne gegen Korruption unverändert fort, um die Macht durch nationale Einheit und die Begrenzung ausländischer Einflüsse zu sichern. Aber es gibt noch eine Vielzahl anderer Themen, die die Führung des Landes beschäftigen. Eines ist weiterhin die Abschwächung des Wirtschaftswachstums – die Gesellschaft hat sich an einen stetigen Anstieg des Wohlstandes gewöhnt. Ein weiterer Punkt betrifft die Wahrung der allgemeinen Sicherheit – hier konzentriert sich das Regime derzeit darauf, extremistische Kämpfer auf die Provinzen Xinjiang und Tibet zu begrenzen. Die bisherigen Antworten der Regierung waren von Vorsicht geprägt und streng ideologisch. Die Lockerung der Ein-Kind-Politik hat noch nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt. Zudem ist sie ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kann diese Maßnahme zur Lösung einiger sozialer Probleme der alternden Bevölkerung beitragen, andererseits setzt sie notwendigerweise ein höheres Wirtschaftswachstum voraus.

Um seine eigene Macht zu sichern, kontrolliert das Regime alle Religionen. Die Frage des kirchlichen Wachstums und seiner Regulierung gewinnt zunehmend an Gewicht. Im April 2016 fand das erste hochrangige Treffen zum Thema Religion hinter verschlossenen Türen statt. Obwohl darüber nur wenige Informationen an die Öffentlichkeit gelangten, wurde berichtet, dass Präsident Xi Jinping vor religiösem Einfluss aus dem Ausland warnte. Auch die Sinisierung (gezielte Förderung chinesischer Traditionen bei gleichzeitiger Schwächung anderer kultureller Einflüsse) bleibt ein wichtiges Thema. In einem beliebten Internetforum fragte ein junger chinesischer Christ im März 2017, ob es zusammenpasse, Christ und Mitglied der kommunistischen Partei zu sein. Eine Antwort kam aus einer überraschenden Quelle, dem Zentralkomitee des kommunistischen Jugendverbandes. Die Antwort begann mit einem klaren „Nein“ – nicht nur zum Christentum, sondern auch zu allen anderen Religionen. Es folgte eine lange Erklärung, die die Verfassung der kommunistischen Partei zitierte. Die Ausführungen schlossen mit der Warnung, der „zersetzenden Wirkung der Religion zu widerstehen“. Ein Bericht der US-amerikanischen Menschenrechtsorganisation „Freedom House“, der im Februar 2017 veröffentlicht wurde und den Titel „The Battle for China‘s Spirit“ („Der Kampf um Chinas Seele“) trägt, weist ebenfalls auf eine zunehmende Kontrolle und Einschränkung von Religionen hin. Nach mehr als einem Jahr gab die chinesische Regierung schließlich am 7. September 2017 bekannt, dass die neue Religionsverordnung am 1. Februar 2018 durchgesetzt wird. Während die Vorschriften ausführlicher sind und strenger zu sein scheinen als ein früherer Entwurf, bleiben die tatsächlichen Auswirkungen bis zur Durchsetzung abzuwarten, die jedoch erst nach dem Berichtszeitraum für den Weltverfolgungsindex 2018 beginnt.

Auf dem 19. Parteikongress sind Präsident Xis Name und sein Gedankengut unter dem Titel „Xi Jinpings Gedanken über den Sozialismus chinesischer Prägung für eine neue Ära“ offiziell in die Statuten der kommunistischen Partei übernommen worden. Obwohl erst die Zeit zeigen wird, wie sich dies in der Praxis auswirken wird, gibt es dennoch drei wichtige Punkte, die man aus diesem Parteikongress lernen kann: 1) Seit Mao Zedong ist Präsident Xi Jinping der erste Parteiführer, dessen Gedanken zu seinen Lebzeiten in die Statuten der Partei aufgenommen werden. Das verdeutlicht, wie stark seine Position wirklich ist. 2) Im Gegensatz zu vorherigen Kongressen deutete die Parteiführung keinen designierten Nachfolger an, der das Amt von Präsident Xi beim nächste Parteikongress im Jahr 2022 übernehmen könnte. Ob das bedeutet, dass er eine dritte Amtsperiode in Erwägung zieht oder ob er lediglich Einfluss hinter den Kulissen ausüben will, bleibt abzuwarten. 3) In seiner über dreistündigen Rede widmete sich Präsident Xi dem Thema Religion mit einiger Deutlichkeit und betonte die Notwendigkeit, Religionen staatlich zu kontrollieren und gleichzeitig die „Sinisierung“ voranzutreiben.

In diesem Zusammenhang steht auch ein weiteres brisantes Thema: das Wachstum der Kirche. Offizielle Schätzungen zur Anzahl der Christen in China fallen niedrig aus. Andere gehen davon aus, dass ihre Zahl – einschließlich der registrierten Drei-Selbst-Bewegung, des protestantischen Hauskirchennetzwerks, der Katholisch-Patriotischen Vereinigung und der dem Vatikan verbundenen Römisch-Katholischen Kirche – die Anzahl der Anhänger der kommunistischen Partei zahlenmäßig übertrifft. Diese beläuft sich auf rund 88 Millionen. Einige Schätzungen gehen von etwa 130 Millionen Christen aus. Allein die Diskussion zeigt neben der großen Spanne der Schätzungen, dass China nicht leicht zu verstehen ist. Sie verdeutlicht außerdem, dass sich Verfolgung und ein starkes Wachstum der christlichen Gemeinde nicht gegenseitig ausschließen. Vor allem aber erklärt sie die Nervosität der Kommunistischen Partei im Blick auf das Wachstum der Kirchen. In seinem richtungsweisendem Buch „The Souls of China“ („Die Seelen Chinas“) beschreibt Ian Johnson, dass es für die Partei auch noch einen anderen Grund zur Sorge gibt: Obwohl China es geschafft hat, Millionen von Bürgern aus der Armut zu befreien, sind die Menschen immer noch unglücklich und suchen nach Sinn und Bedeutung in ihrem Leben. Somit ist Religion ein sehr wichtiger Faktor in der chinesischen Gesellschaft, mit dem gerechnet werden muss. Christen sind ohne Frage die größte gesellschaftliche Kraft, die nicht von der Kommunistischen Partei kontrolliert wird.

Während heute mehr Freiheit für Christen herrscht als noch vor 30 Jahren, setzt sich die Christenverfolgung auch unter der Han-Mehrheit fort. Der Bewegungsspielraum für Christen wird kleiner, wie das neue Gesetz zur Regulierung von Nichtregierungsorganisationen und die neue Religionsverordnung deutlich machen. Die chinesischen Behörden führten im Januar 2017 eine strikte Regulierung der Nutzung virtueller privater Netzwerke (VPN) ein, welche eine Möglichkeit bieten, auf blockierte Webseiten zuzugreifen und die Privatsphäre zu schützen. Seit April 2017 dürfen private Unternehmen keine Online-Nachrichten und Kommentare mehr veröffentlichen. Dies verdeutlicht die zunehmenden Anstrengungen der Regierung, zu kontrollieren, welche Nachrichten chinesische Bürger sehen und lesen dürfen. Die verantwortlichen Regierungsstellen haben bekannt gegeben, dass neue Regeln für das Kommentieren in sozialen Netzwerken eingeführt werden. Seit dem 1. Oktober 2017 ist es den mehr als 730 Millionen Internetbenutzern des Landes nicht mehr möglich, anonyme Online-Kommentare zu posten. Es gab zahlreiche Berichte über eine verstärkte Förderung der zwölf sozialistischen Grundwerte. Diese neue Initiative der Regierung beinhaltet auch eine neue Reihe von Schullehrbüchern für Kinder an Grund- und Mittelschulen, die im Jahr 2019 komplett eingeführt werden soll.

Neben den Christen erfahren auch Muslime in Xinjiang, tibetische Buddhisten und Angehörige von Falun Gong starken Druck durch die Regierung. Weitere Details können dem Bericht mit dem Titel „The Battle for China‘s Spirit“ („Der Kampf um Chinas Seele“) von Freedom House entnommen werden, der im Februar 2017 veröffentlicht wurde.

5. Betroffene Kategorien von Christen

Ausländische Christen und Arbeitsmigranten

Im Vergleich zu den weiter unten genannten Kategorien von Christen genießt diese Gruppe mehr Freiheiten. Allerdings wird sie überwacht und unterliegt Einschränkungen bei ihren Kontakten zu lokalen chinesischen Kirchen.

Christen aus traditionellen Kirchen und von der Regierung kontrollierte Kirchen

Diese Kategorie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Besonderheit der chinesischen Christenheit. Es gibt registrierte und von der Regierung anerkannte Kirchen – die protestantische Drei-Selbst-Bewegung und die Katholisch-Patriotische Vereinigung – und nicht registrierte, unabhängige Kirchen. Auf katholischer Seite sind dies die vatikantreuen Gemeinden. Kirchen der protestantischen Drei-Selbst-Bewegung und der Katholisch-Patriotischen Vereinigung werden von der Regierung kontrolliert. Obwohl es keine unmittelbare Zensur gibt, sind sie mit ihren Äußerungen sehr vorsichtig. Die Wahl der Leiter wird vom Staat beeinflusst. Es ist beachtenswert, dass die Kirchen der protestantischen Drei-Selbst-Bewegung in ihrer offiziellen Kirchenzeitschrift die neuen Regelungen der Regierung zur Religion begrüßt haben und dort auch ihr Verständnis der Beziehungen von Kirche und Staat dargelegt haben. Das könnte den Druck auf nicht-registrierte Kirchen erhöhen. Die vatikantreuen Kirchen werden von den Regierungsstellen nicht anerkannt und bekämpft, da sie mit einer ausländischen Macht in Verbindung stehen.

Christen muslimischer oder buddhistischer Herkunft

Während Christen in China im Vergleich zu den 1980er-Jahren grundsätzlich mehr Freiheiten haben, gilt dies nicht für die kleinen Gemeinschaften von Christen mit anderem religiösen Hintergrund. Da sie in Regionen ethnischer Minderheiten leben, die aufgrund von Unabhängigkeitsbestrebungen sehr instabil sind, erleben christliche Konvertiten Druck aus zwei Richtungen: einerseits vonseiten der Regierung, die jegliche vermeintlich politischen oder gefährlichen Aktivitäten unterbindet. Andererseits setzen Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn diese Christen unter Druck, zum „wahren Glauben“ zurückzukehren, denn bei den fraglichen ethnischen Gruppen stellt die Religion einen wichtigen, einenden Faktor dar.

Christen aus protestantischen Freikirchen

Zu dieser Gruppe von Christen zählen evangelikale Christen, Baptisten und Pfingstgemeinden sowie eine Vielzahl von Gemeinden mit verschiedensten Namen. Auf der protestantischen Seite sind hier die sogenannten Hauskirchen gemeint, auch wenn dieser Begriff missverständlich ist. Einige dieser Gemeinden haben mehrere tausend Mitglieder und treffen sich nicht heimlich, sondern offen in Geschäftsgebäuden. Wie bereits im Bereich „Triebkräfte der Verfolgung“ erwähnt, ist das Hauptziel der Regierung, die Kontrolle über die Gesellschaft zu behalten. Dadurch sind alle Christen in unterschiedlichem Maß betroffen.

6. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben: 9.200
Familienleben: 7.200
Gesellschaftliches Leben: 8.000
Leben im Staat: 10.700
Kirchliches Leben: 13.300
Auftreten von Gewalt: 9.100

Grafik: Verfolgungsmuster China

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die WVI-Platzierung. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Erläuterung zum Verfolgungsmuster

  • Die Wertung für die Lebensbereiche „Privatleben“ und „Familienleben“ sind gesunken, allerdings gab es einen Anstieg der Punkte in den Bereichen „Gesellschaftliches Leben“, „Leben im Staat“ und „Kirchliches Leben“. Diese Punktzahlen spiegeln die wachsende Betonung der kommunistischen Rhetorik durch die Regierung sowie die immer größeren Herausforderungen in Bezug auf das rechtliche und administrative Umfeld wider. Letzteres ist bedingt durch die neue Religionsverordnung, die am 1. Februar 2018 in Kraft treten wird. Sie zeigt schon jetzt Auswirkungen, da Christen sich bereits auf die Einführung der neuen Regeln vorbereiten. Der durchschnittliche Wert von 9,7 Punkten ist im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben.
  • Der stärkste Druck herrscht in den Bereichen „Kirchliches Leben“ (13,3 Punkte) und „Leben im Staat“ (10,7 Punkte). Während der Druck im Bereich des kirchlichen Lebens typisch ist für die Auswirkungen der „Kommunistischen Unterdrückung“, geht der hohe Druck im Bereich „Privatleben“ (9,2 Punkte) auf die Probleme von Christen muslimischer und buddhistischer Herkunft zurück. Islamische Unterdrückung und „Religiös motivierter Nationalismus“ wirken sich im Bereich „Privatleben“, aber auch in den Bereichen „Familienleben“ und „Gesellschaftliches Leben“ aus. Doch auch in diesen Bereichen sind die Folgen der Kommunistischen Unterdrückung spürbar, beispielsweise in Bildungsfragen. Der Anstieg der Wertung im Bereich „Leben im Staat“ ist darauf zurückzuführen, dass alle staatlichen Behörden die kommunistische Ideologie erneut betonen und häufig offene Feindseligkeit gegenüber Christen zeigen und Warnungen aussprechen.
  • Die Wertung im Bereich „Auftreten von Gewalt“ gegen Christen ist von 8,5 Punkten im Jahr 2017 leicht auf 9,1 Punkte angestiegen. Das ist darauf zurückzuführen, dass Kirchen geschlossen und Hausbesitzer unter Druck gesetzt wurden, ihre Räumlichkeiten nicht mehr an Christen zu vermieten. Es wurden zwar keine Christen umgebracht, doch eine beträchtliche Anzahl von ihnen befindet sich immer noch im Gefängnis. Generell haben die Behörden gelernt, dass offene Gewalt für negative internationale Schlagzeilen sorgt. Deshalb bevorzugen sie mittlerweile subtilere Methoden, um Druck auszuüben, etwa christliche Leiter „zum Tee zu treffen“.

Privatleben

Christen uigurisch-muslimischer oder tibetisch-buddhistischer Herkunft müssen zu jeder Zeit auf der Hut sein. Das betrifft sowohl die Art und Weise, in der sie beten, als auch das Lesen der Bibel. Besonders davon betroffen sind diejenigen, die in ihrer Familie die einzigen Christen sind. Sie müssen Bibeln und andere christliche Literatur sorgfältig verstecken und können darin nur mit großer Vorsicht lesen, da strenggläubige muslimische oder buddhistische Familien dies nicht akzeptieren. Sich mit anderen Christen zu treffen, stellt unter diesen Umständen eine besondere Herausforderung dar: Es ist nicht nur für die Konvertiten selbst gefährlich, sondern kann auch ganze christliche Versammlungen in Gefahr bringen. Es ist praktisch unmöglich, seinen neuen Glauben anderen Menschen mitzuteilen. Falls ein Christ es dennoch wagt und den Behörden gemeldet wird, so wird er verwarnt und – je nach Lage des Falls – eventuell sogar für einige Tage in Haft genommen. Bekannte christliche Konvertiten werden genauestens überwacht, bedroht und erleben in einigen Fällen auch physischen oder psychischen Missbrauch. Auch in streng kommunistischen Familien leiden Christen unter Einschränkungen.

Familienleben

In Tibet und Xinjiang ist die Situation sehr angespannt. Jeder Glaubenswechsel wird als Schande für die Familie und als Verrat an der Gesellschaft angesehen. Daher sind Christen mit muslimischem oder buddhistischem Hintergrund sehr darauf bedacht, ihren neu gewonnenen Glauben geheim zu halten. Wird jemand als Christ entdeckt, drohen Scheidung und der Verlust des Erbrechts. Taufen, christliche Trauungen oder Beerdigungen zu organisieren, erweist sich als äußerst schwierig. Von christlichen Konvertiten wird erwartet, dass sie traditionelle Hochzeitsriten befolgen. Deshalb kann eine christliche Trauung, wenn überhaupt, nur im Geheimen stattfinden. Wenn ein Christ in Xinjiang oder Tibet eine Taufe organisiert, drohen ihm im Fall seiner Entdeckung sogar einige Monate Haft. Alle Kinder von Christen werden gezwungen, der Bibel widersprechende Inhalte zu lernen. Das atheistische Bildungssystem richtet sich gegen Glaubensinhalte (dies wurde während des aktuellen Berichtszeitraums wieder neu deutlich und stärker betont). Christliche Konvertiten werden von ihren Familien unter Druck gesetzt, ihre Kinder im Sinne der traditionellen Werte und Religion ihrer Vorfahren zu erziehen.

Gesellschaftliches Leben

Christen muslimischer und buddhistischer Herkunft werden durch ihre Familie, Freunde und Nachbarn unter Druck gesetzt, ihren christlichen Glauben zu aufzugeben. Ihre Kinder werden in der Schule diskriminiert und sind mit Vorurteilen von muslimischen oder buddhistischen Lehrern und Mitschülern konfrontiert. Überwachungsmaßnahmen (z. B. durch Schulbehörden und Nachbarschaftskomitees) sind im ganzen Land verbreitet; Christen sind davon ebenso betroffen wie alle anderen Bürger. Dennoch stehen bekanntere Christen häufig unter besonderer Beobachtung. Für Christen ist es eine Herausforderung, sich gesellschaftlich zu engagieren, da die meisten Organisationen auch politische Elemente beinhalten. In den ländlichen Gebieten Tibets haben Lamas (buddhistische Lehrer) einen großen Einfluss auf das alltägliche Leben der Menschen (beispielsweise durch die Kontrolle des Gesundheitswesens), weil viele von ihnen Mitarbeiter lokaler Regierungsbehörden sind. In ihren Händen liegt die Verwaltung der Grundversorgung, einschließlich der Verteilung staatlicher Hilfsgüter an einzelne Familien. Dabei werden christliche Konvertiten häufig diskriminiert oder sogar ganz von der Versorgung ausgeschlossen. Alle Anhänger von Religionen sind von Regierungsposten ausgeschlossen, die eine Parteimitgliedschaft voraussetzt. Zwar werden Christen nicht von der Polizei offiziell verhört, sie erhalten jedoch Einladungen von den Behörden „gemeinsam eine Tasse Tee zu trinken“, wann immer jene es für nötig halten. Die Behörden vor Ort scheuen nicht davor zurück, ihre Arbeitsweise vom reinen Beobachten auf hartes Durchgreifen umzustellen, falls sie es für nötig halten. Davon zeugen einige Fälle im aktuellen Berichtszeitraum.

Leben im Staat

Während China Religionsfreiheit in seiner Verfassung anerkennt, gibt es bei der Umsetzung dieser Freiheit große Defizite. Die Regierung propagiert weiterhin ihre kommunistische und atheistische Ideologie. Auf Ersuchen der chinesischen Behörden entschloss sich die Cambridge University Press (CUP) im August 2017 dazu, Hunderte akademische Papiere, die zur Veröffentlichung in China vorbereitet worden waren, zu zensieren, da viele dieser Dokumente als politisch brisant angesehen wurden. Obwohl die CUP nach einem internationalen Aufschrei diese Entscheidung wieder zurücknahm, zeigt dieser Vorfall, dass es im Bereich „Leben im Staat“ eine Schlüsselrolle spielt, was gesagt und worüber berichtet wird – sei es in der akademischen Welt oder auf anderen Gebieten. Da die Medien vom Staat gesteuert werden und der Zugang zu nicht vom Staat kontrollierten Nachrichten immer schwieriger wird (siehe auch oben unter „Hintergrund“), sind sie allen Religionen gegenüber voreingenommen, was sich auch auf die Berichterstattung über Christen auswirkt.

In den Provinzen Xinjiang und Tibet ist das öffentliche Zeigen religiöser Symbole für Christen problematisch. Mit dem neuen Gesetz zur Regulierung von Nichtregierungsorganisationen, das am 1. Januar 2017 in Kraft trat, betreten Christen unerforschtes Neuland. Dadurch wird es nicht nur komplizierter, mit ausländischen Organisationen zusammenzuarbeiten, auch Gelder aus dem Ausland zu erhalten, wird schwieriger werden; die staatliche Kontrolle wird deutlich intensiviert.

Kirchliches Leben

Die Regierung ist daran interessiert, eine „harmonische Gesellschaft“ aufrechtzuerhalten. In Bezug auf Religion bedeutet dies, Kirchen zu „verwalten“, ob sie nun registriert oder nicht registriert sind, ob sie „schwarz“, „rot“ oder „grau“ sind. Die nie veröffentlichten und dennoch allseits wohlbekannten Regeln für christliche Kirchen sind: 1. Regelmäßige Berichterstattung an die Behörden über jüngste Aktivitäten, 2. Keine Mitwirkung von oder Unterstützung durch ausländische Christen, auch nicht in Form von Geldmitteln, 3. Keine hochgradig öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten, 4. Nur „reguläre“ christliche Aktivitäten während sensibler Phasen.

Es bleibt abzuwarten, wie die neue Religionsverordnung, die zum 1. Februar 2018 in Kraft tritt, tatsächlich umgesetzt wird. Es ist jedoch zu erwarten, dass sie zu einer verstärkten Überwachung und Kontrolle kirchlicher Aktivitäten führen wird. Manche Beobachter vermuten, dass die neue Verordnung die Behörden dazu veranlassen könnte, den tausenden chinesischen Hauskirchen eine Möglichkeit der Registrierung anzubieten. Allerdings ist völlig offen, wie solch ein Angebot aussehen würde und welche Bedingungen daran geknüpft wären. Dies wird auch nicht besonders rasch geschehen. Im Gegenteil, es gab sogar Berichte darüber, dass nicht registrierte Kirchen in der Vergangenheit von lokalen Behörden dazu gedrängt wurden, bereits registrierten Staatskirchen beizutreten. Eine wachsende Anzahl von Hauskirchen hat derzeit Schwierigkeiten, ihre Mietverträge zu verlängern, weil die Vermieter den Druck der Behörden zu spüren bekommen, vor allen Dingen nach der Veröffentlichung der Neufassung religiöser Verordnungen. In den Provinzen Guizhou, Sichuan, Hebei, Henan, Peking, Xinjiang und Guangdong wurden nicht registrierte Treffen unterbunden.

Es ist jedoch zu bedenken, dass die Umsetzung der neuen Verordnung hauptsächlich Sache der lokalen Behörden ist, was zu einer Verstärkung von Vorurteilen und Kontrollen vor Ort führen könnte. Christen in China erleben heutzutage enorme Unterschiede in Bezug auf die gewährten Freiheiten in verschiedenen Landesteilen. Die Mehrzahl der Beobachter stimmt darin überein, dass diese Freiheiten abnehmen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die christlichen Gemeinden Angst vor der Zukunft haben. Ein chinesischer Pastor sagt hierzu: „Unserer Erfahrung nach führt stärkere Verfolgung zu Erweckung und Wachstum in der Kirche. Schon früher haben wir Verfolgung überstanden, wir werden auch überstehen, was jetzt auf uns zukommt.“ Andere christliche Leiter erwarten, dass die Gemeinden sogar davon profitieren werden, wenn sie sich wieder als kleinere, „familienartige“ Gruppen formieren müssen. Die Überwachung der Kirchen hat bislang nur im Fall einiger sehr großer, einflussreicher Gemeinden zu deren Schließung geführt (da sie häufig als politisch aktiv wahrgenommen werden). Dennoch schwebt ein Damoklesschwert über allen nichtregistrierten Kirchen Chinas. Wenn Peking es will, wird man sie zur Registrierung unter dem Dach der Drei-Selbst-Bewegung auffordern und verlangen, dass sie entsprechend den oben genannten Richtlinien handeln; andernfalls müssen sie die Konsequenzen tragen.

Trotz allem gibt es für die Kirchen auch großartige Chancen. Aufgrund der Ein-Kind-Politik und des wachsenden Anteils älterer Menschen in der Bevölkerung muss die chinesische Gesellschaft hier dringend praktikable Lösungen finden, um die drängenden Probleme zu bewältigen. In mehreren Provinzen helfen Christen dabei, Pflegeheime für ältere Menschen zu gründen und beteiligen sich an der sozialen Betreuung, die von den wenigen staatlich geleiteten Pflegeheimen angeboten wird.

Auftreten von Gewalt

Im Januar 2017 wies China 32 südkoreanische Christen aus, die in der Grenzregion nahe Nordkorea lebten. Am 24. Mai 2017 wurden zwei chinesische Missionare von islamisch-extremistischen Kämpfern in Quetta, Pakistan, entführt und später von ihnen getötet. Dieser Vorfall spiegelt sich im Weltverfolgungsindex in der Wertung für Pakistan wider, aber er wird auch hier erwähnt, da er in den kommenden Jahren weitreichende Konsequenzen haben wird. Mit einer wachsenden christlichen Gemeinde in China und dem Versprechen, bis zum Jahr 2030 20.000 Missionare auszusenden, werden in Zukunft immer mehr Missionare in einige der schwierigsten und unwahrscheinlichsten Regionen der Welt gesendet werden. Insbesondere im Zuge der „Neuen Seidenstraße“, einer Initiative der Regierung, werden chinesische Bürger in Zukunft relativ leichten Zugang zu vielen Ländern haben. Die Frage ist allerdings, ob sie von ihrer atheistischen Regierung Schutz erwarten dürfen, wenn sie im Ausland nicht freundlich empfangen werden. Im August 2017 wurden in der Provinz Shanxi einige Gebäude zerstört, die der katholischen Kirche gehörten, obwohl die Mitglieder der Kirche versuchten, diese Gebäude zu schützen. Häuser von Christen in Guangdong, Xinjiang und Anhui wurden durchsucht und Eigentum wurde beschlagnahmt.

7. Ausblick

Erkennbare Trends und ihre Bedeutung für die Kirche

In der ersten Amtsperiode der Regierung von Präsident Xi Jinping kam es in allen Bereichen der Gesellschaft zu drastischeren Freiheitseinschränkungen als in den vergangenen Jahren. Die bevorzugte Denkrichtung wurde dadurch unterstrichen, dass Präsident Xi Jinpings eigener politischer Denkansatz auf dem 19. Parteikongress sogar mit Erwähnung seines Namens als „Xi-Jinping-Gedanken“ Eingang in die Parteistatuten fand. Dieser Schwerpunkt wurde auch dadurch verdeutlicht, dass Präsident Xi Jinping einen neuen Titel erhielt, der ihn als „Kern der Parteiführung“ bezeichnet – ein Titel, den man in den vergangenen 15 Jahren nicht mehr gehört hatte. Es gibt Gründe anzunehmen, dass die Betonung der Ideologie Präsident Xis und ein wachsender Persönlichkeitskult um seine Person die Kirche in der nahen Zukunft zunehmend betreffen wird, denn bereits jetzt scheinen die lokalen Behörden restriktiver zu handeln. Dies geschieht auf indirekte Weise, zum Beispiel durch die Rückbesinnung auf kommunistische Ideologie und Rhetorik und durch eine Einschränkung des Bewegungsspielraums für Kirchen. Dadurch werden sie unter Druck gesetzt, ihren kirchlichen Dienst entsprechend anzupassen. Die neuen Gesetze für Nichtregierungsorganisationen und Religion lassen eine Fortsetzung dieser Entwicklungen auch in Zukunft vermuten.

In die gleiche Richtung weisen Einschränkungen des Internetzugangs und des Nachrichtenangebots durch das Verbot von VPN-Dienstleistungen. Diese ermöglichen einen Zugang zu Informationen, die andernfalls durch „Chinas Große Schutzmauer“ („Great Firewall“) blockiert werden. Dies ist ein umfassendes Kontrollsystem zur Überwachung des Internets und dessen Inhalten, das Menschen in China daran hindert, bestimmte Webseiten aufzurufen, einschließlich Google, Facebook und Twitter. Es scheint, als ob „Kontrolle“ und „Einschränkungen“ in den kommenden Jahren Schlüsselwörter für die christlichen Kirchen in China werden könnten. Doch die chinesischen Behörden sind im Umgang mit Christen schlauer geworden. Sie haben schnell festgestellt, dass gewaltsame Reaktionen und langfristige Strafen zu einer schlechten internationalen Presse führen und sich die von ihnen gewünschte Ergebnisse auch durch weniger aggressive Mittel erreichen lassen. Das soll nicht heißen, dass es keine Gewalt mehr gibt. Allerdings ist die gewöhnliche Methode Christen in die gewünschte Richtung zu lenken, sie „zum Tee einzuladen“, und so bis in die kleinsten Bereiche zu kontrollieren.

Es gibt Pläne zur Einführung eines chinesischen Sozialkredit-Systems („Social Credit System, SCS“). Die Behörden planen, jeden Bürger bis zum Jahr 2020 mit diesem System zu bewerten. Während diese Entwicklung für ein Land, das Online- und Mobil-Bezahlsysteme entwickelt, logisch erscheinen mag, hat ein solches Bewertungssystem sehr ernsthafte Konsequenzen. Es ergeben sich nicht nur Fragen hinsichtlich Betrugs oder dem Erkaufen einer besseren Bewertung. Was geschieht, wenn Bürger ein gesellschaftlich unerwünschtes Verhalten an den Tag legen, wie etwa das Ausüben einer Religion – zum Beispiel des Christentums? Wie werden die Konsequenzen aussehen?

In dieser Fülle an Herausforderungen versucht Chinas Regierung, alles unter Kontrolle zu halten. Um die eigene Macht und die gesellschaftliche Harmonie zu bewahren, kontrolliert sie alle Religionen, so auch die stark wachsende christliche Minderheit. Die entscheidende Frage für die Zukunft der Christen in China wird sein, ob die Regierungsbehörden sie auch als eine positive Kraft für die Gesellschaft wahrnehmen. In diesem Fall könnten die Christen zu Partnern bei der Verbesserung und Weiterentwicklung der Gesellschaft werden, die eine wichtige Rolle beim Aufbau einer „harmonischen Gesellschaft“ spielen. Es ist jedoch auch möglich, dass die Regierung noch tiefer in die Belange der Kirchen eingreifen wird, um ihre Macht zu sichern und dazu noch größeren Druck auf die Christen ausübt. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die lokalen Gemeinden als ein Gewinn wahrgenommen und geschätzt oder als Bedrohung abgelehnt werden. Die wachsenden Einschränkungen und der zunehmende Personenkult während des Berichtszeitraums deuten stark auf Letzteres hin, sodass Christen vermutlich weiterhin von Kommunistischer Unterdrückung betroffen sein werden. Dennoch gibt es Spielraum für eine Entwicklung in beide Richtungen, da einige Kirchen sehr viel Freiheit genießen.

Der Handlungsspielraum für Kirchen wird jedoch immer kleiner. Ein chinesischer Blogger sagt dazu: „Egal, an welche Religion Sie glauben, es gibt nur eine Regel: Sie müssen den Befehlen der Partei folgen und anerkennen, dass die kommunistische Partei über alle Kirchen gestellt ist. Wenn Sie Christ sind, ist die kommunistische Partei der Gott Ihres Gottes; wenn Sie an den Buddhismus glauben, ist die kommunistische Partei der Buddha Ihres Buddha; für Moslems ist die kommunistische Partei der Allah Ihres Allah; für den lebenden Buddha kann nur die kommunistische Partei bestätigen, wer der lebende Buddha sein wird. Die Partei will, dass Sie sagen, was die Partei von Ihnen hören möchte. Und die Partei will, dass Sie tun, was die Partei wünscht. Gläubige verschiedener Religionen sollten ihren Glauben aufrechterhalten, um dem Willen der Partei zu folgen. Wenn Sie dies nicht tun, werden Sie durch die Alleinherrschaft unterdrückt.“ Mit der Einführung des Sozialkredit-Systems, das bereits oben beschrieben wird, haben die Behörden die nötigen Mittel, ihre Pläne zu verwirklichen.

Auch Chinas Ansprüche auf das Südchinesische Meer sorgen international für Unruhe, aber im Bereich der Außenpolitik wird dieses Problem von anderen Herausforderungen weit übertroffen. Einerseits gibt es das immer widerspenstiger werdende Nachbarland Nordkorea, das China mit seinen Atomwaffentests stark reizt. Ob diese Tests seitens Chinas zu einer strategischen Neuausrichtung führen werden, bleibt abzuwarten. Jedenfalls entschied sich Kim Jong Un im November 2017 dafür, einen hochrangigen chinesischen Gesandten nicht zu Gesprächen zu empfangen, was zeigt, dass sich die Beziehung zwischen den beiden Ländern ernstlich abkühlt. Andererseits hatte China ein weiteres militärisches Problem mit dem Nachbarland Indien aufgrund der wegen ihrer Form auch „Hühnerhals“ genannten Landbrücke in der Nähe von Bhutan. Während hier für beide Seiten eine gesichtswahrende Lösung gefunden werden konnte, ist dieser Vorfall eine Mahnung dafür, dass es andere Orte gibt, auf die es ebenso zu schauen gilt. Als ein Unsicherheitsfaktor erweist sich die neue US-Regierung: Sie scheint hinsichtlich wirtschaftlicher Themen eine protektionistischere Rolle zu verfolgen und lässt China in der unbequemen und unerwarteten Lage, den Freihandel voranzubringen, der für das Wirtschaftswachstum des Landes lebenswichtig ist. Natürlich wird all das keine unmittelbaren Konsequenzen für chinesische Christen haben, aber in einer immer unsicherer werdenden Welt wird die chinesische Regierung ihre ideologischen Anstrengungen verstärken, noch konservativer werden und – trotz Freihandel – stärker einen nationalistischen Weg beschreiten.

8. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für China

  • Beten Sie für das geistliche Wachstum der uigurischen Christen muslimischer Herkunft und der tibetischen Christen buddhistischer Herkunft. Obwohl es heutzutage allgemein mehr Freiheit für Christen in China gibt, erleben diese Christen in ihren kleinen Gemeinschaften Druck von Familie, Freunden und dem gesellschaftlichen Umfeld sowie starke staatliche Kontrolle in Regionen wie Xinjiang und Tibet.
  • Bitten Sie Gott dafür, dass die chinesischen Christen bei den sich verschärfenden religiösen Einschränkungen standfest bleiben und dass sie sich bei der multikulturellen Missionsarbeit effektiv beteiligen können. Beten Sie dafür, dass Jugendliche und junge Christen inmitten ihrer materialistisch geprägten Umwelt eine tiefere Beziehung zu Jesus bekommen.
  • Beten Sie, dass Jesus Christus sich den Regierungsbeamten persönlich zeigt, die versuchen, die Gemeinde unter Kontrolle zu halten.

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