Weltverfolgungsindex 2026

Mali

Christenverfolgung in Mali

Berichtszeitraum: 1. Oktober 2024 – 30. September 2025

1. Überblick

Ein extremes Maß an Verfolgung hat viele Regionen in Mali für Christen unbewohnbar gemacht. Inmitten einer sich verschlechternden Sicherheitslage ist die Bedrohung durch islamisch-extremistische Gruppen größer geworden: Die Gruppen „Jama'at Nusrat al-Islam wa-l-Muslimin“ (JNIM) und „Islamischer Staat – Sahel Provinz“ (ISSP) sind über ihre ursprüngliche Hochburg im Norden hinaus auch zunehmend in den Süden vorgestoßen und plagen nun auch diese Regionen. Christliche Dorfgemeinschaften, die bereits durch die Angriffe und Zerstörungen von Kirchen im Jahr 2012 gezeichnet sind, befinden sich nun in einer noch prekäreren Lage. Der Zerfall der staatlichen Institutionen hat ein Vakuum geschaffen, das dschihadistische Gruppen gern füllen. So wird nicht nur die Stabilität des Landes bedroht, es bringt auch die Christen in eine besonders schwierige Situation.

Aktivitäten evangelikaler Kirchen sind nun mit einem erhöhten Risiko von Gewalt und Entführungen verbunden. Indessen kämpft der zersplitterte Sicherheitsapparat darum, den wachsenden Einfluss extremistischer Gruppen einzudämmen. Noch komplexer und gefährlicher wird die ohnehin bereits instabile Lage dadurch, dass nun einige Dschihadisten ihre Angriffe aufeinander abstimmen.

Christliche Konvertiten mit muslimischem Hintergrund leben in besonderer Gefahr. Der Druck, dem sie bisher bereits durch Familie und Gesellschaft ausgesetzt waren, hat sich durch die Zunahme dschihadistischer Aktivitäten noch verstärkt, und die Aushöhlung des Rechtsstaates ermutigt Extremisten, noch offener und gewaltsamer gegen Konvertiten vorzugehen. So wird das Thema der Religionsfreiheit akuter und drängender.

Länderprofil als PDF

Das nachfolgende Länderprofil ist ein übersetzter Auszug aus den ausführlichen Berichten von World Watch Research, der Forschungsabteilung von Open Doors. Dieses deutsche Länderprofil finden Sie hier auch als PDF zum Download.

Länderprofil als PDF

2. Hintergrund

Einst war Mali aufgrund seiner Errungenschaften im Bereich der demokratischen und bürgerlichen Freiheiten sowie durch den mildernden Einfluss des Sufismus ein leuchtendes Beispiel eines vergleichsweise toleranten Landes. Doch nun verzeichnet Mali einen drastischen Rückgang bei der Sicherheit und den Freiheiten seiner christlichen Bevölkerung. Der Bürgerkrieg von 2012 zwischen Tuareg-Rebellen und Regierungstruppen schuf ein Vakuum, das von militanten islamistischen Gruppen wie „al-Qaida im islamischen Maghreb“ gefüllt wurde. Diese Gruppen stellen eine ernsthafte und dauerhafte Bedrohung für die christlichen Gemeinschaften im Land dar, insbesondere in den nördlichen Regionen, wo sie besonders aktiv sind.

Nach dem Abzug der französischen Truppen im Jahr 2022 und nachdem die malische Regierung im Juni 2023 auch die UN aufforderte, das Land zu verlassen, hat sich die Lage noch weiter zugespitzt. In dem Maße, in dem sich die internationalen Friedenstruppen zurückziehen, wird die Position der „Gruppe Wagner“ gestärkt, einer russischen paramilitärischen Organisation (inzwischen umbenannt in „Afrikakorps“). Diese Gruppe wird beschuldigt, Gräueltaten an der Zivilbevölkerung begangen zu haben, und ihre Anwesenheit macht die ohnehin instabile Sicherheitslage noch komplizierter.

Die malische Regierung, die seit Mai 2021 de facto vom früheren Vizepräsidenten Assimi Goita geführt wird, hat die dschihadistische Bedrohung nicht eingedämmt. So wächst die Gefahr für Christen immer weiter: Ihnen droht Entführung, die Zwangsrekrutierung für bewaffnete Gruppen und Zwangskonversion zum Islam. Schulen in kirchlicher Trägerschaft hatten keine andere Wahl, als zu schließen. Das Gefühl eines Belagerungszustandes wurde in den betroffenen christlichen Gemeinschaften und Gemeinden immer weiter verstärkt. Im Juni 2023 wurde unter der Militärregierung ein Referendum über einen neuen Verfassungsentwurf abgehalten. Die Regierung behauptete, dies würde die Rückkehr zu einer verfassungsgemäßen und zivilen Regierung ermöglichen. Das ist jedoch bisher nicht geschehen. Zudem hat Mali 2023 die Regionalorganisation „G5 Sahel“ verlassen sowie sich im Januar 2024 aus der „Economic Community of West African States“ („Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft“, ECOWAS) zurückgezogen. Angesichts des Abzugs internationaler Streitkräfte, der undurchsichtigen Rolle externer Akteure wie des Afrikakorps und der schlechten Bilanz der Regierung bleiben die Aussichten für die Christen in Mali düster und ungewiss.

Die missliche Lage ist jedoch nicht einheitlich: Die größte christliche Konfession, die römisch-katholische Kirche, und viele protestantische Gemeinden sind vor allem in Großstädten wie der Hauptstadt Bamako präsent. Gleichzeitig befinden sich diejenigen Christen, die in ländlichen Gebieten leben, in einer äußerst gefährlichen Situation – auch wenn sie öffentliche Funktionen ausüben und etwa als Lehrer tätig sind.

Weltanschauungen

Anhänger

%

Christen

867.000

3,5

Muslime

21.684.000

87,6

Anhänger ethnischer Religionen

2.175.000

8,8

Bahai

1.600

< 0,1

Atheisten

560

< 0,1

Agnostiker

29.200

0,1

Andere

1.100

< 0,1

3. Gibt es regionale Unterschiede?

Die meisten malischen Christen leben zwar im Süden des Landes, aber wegen der vom Norden und Nordosten ausgehenden Bedrohung durch islamisch-extremistische Aktivitäten geraten auch sie vermehrt unter Druck. Und so gibt es auch im Süden kleine Brennpunktregionen, in denen Christen intensiv verfolgt werden.

4. Was sind die stärksten Triebkräfte der Verfolgung?

Islamische Unterdrückung

Die Tradition des gemäßigten Islam in Mali nahm 2012 ein abruptes Ende. Islamisten, die stark vom Wahhabismus und von globalen Trends der islamischen Radikalisierung und Politisierung beeinflusst sind, führten im Norden ein strenges Scharia-Regime ein. Sie zerstörten Kirchen und griffen Christen an. Doch auch die Christen und Gemeinden im Süden Malis werden zunehmend von wahhabitischen Gruppen unter Druck gesetzt: Evangelikale und katholische Gemeinden dürfen sich nur noch eingeschränkt treffen, werden schikaniert, ihre Leiter bedroht. Die Regierung steht der Ausbreitung des extremistischen Islam machtlos gegenüber.

Organisiertes Verbrechen und Korruption

Das Land liegt in der Sahelzone Westafrikas und umfasst riesige Wüstengebiete, die für die Sicherheitsbehörden schwer zu kontrollieren sind. Kriminelle Banden nutzen dies aus, um Drogen nach Westeuropa zu schmuggeln. Nachdem sie von der Regierung und ihren Verbündeten besiegt wurden, sind viele frühere Tuareg-Rebellen inzwischen kriminelle Akteure, die auf den illegalen Handel mit Waffen, Drogen und Menschen ausgerichtet sind. Dabei arbeiten sie mit dschihadistischen Gruppen zusammen. Christen sind in den betroffenen Gebieten in einer doppelt gefährdeten Lage: Durch ihre Weigerung, sich an kriminellen Aktivitäten zu beteiligen, und aufgrund ihres Glaubens werden sie von den kriminellen Gruppen und Dschihadisten ins Visier genommen. Korruption innerhalb der staatlichen Sicherheitskräfte verhindert, dass Christen geschützt werden.

Unterdrückung durch den Clan oder Stamm

Obwohl die meisten Menschen in Mali Muslime sind, vermischt sich ihr Glaube oft mit religiösen Stammespraktiken. In den abgelegenen Teilen des Landes sind die meisten Anführer von Stämmen oder Volksgruppen feindselig gegenüber Muslimen oder Christen eingestellt, die sich solchen Praktiken widersetzen. Sozialer Ausschluss, körperliche Gewalt oder Vertreibung können die Folge sein. Der Einfluss staatlicher Behörden ist in diesen abgelegenen Landesteilen schwach, weshalb Stammesführer ungestraft gegen Christen oder Muslime vorgehen können, die nicht den Praktiken des Stammes folgen.

Diktatorische Paranoia

Schon früher verletzten Regierungsbeamte ihre Pflicht, Christen vor Verfolgung zu schützen, doch erst in den letzten Jahren ist das Problem der diktatorischen Paranoia als Triebkraft der Verfolgung ans Licht gekommen. Dies trifft insbesondere auf die Zeit nach dem letzten Putsch zu, in dessen Zusammenhang praktisch jede christliche Gruppe, die Sicherheit oder gesetzlichen Schutz fordert, als Bedrohung für die Macht des Militärregimes angesehen wird. Pastoren und andere christliche Leiter, die sich gegen die staatliche Unterdrückung aussprechen, werden überwacht, eingeschüchtert und willkürlich verhaftet.

5. Welche Christen sind von Verfolgung betroffen?

Ausländische Christen und Arbeitsmigranten

Ausländische Christen werden in Mali nicht in die Isolation gezwungen, sie sind jedoch ein leichtes Ziel für Entführungen.

Christen aus traditionellen Kirchen

Etwas mehr als drei Prozent der malischen Bevölkerung sind Christen. Die meisten von ihnen gehören traditionellen Kirchen wie der römisch-katholischen Kirche an. Die Christen, die im Süden des Landes leben, haben im Vergleich zu den Christen im Norden relativ viel Religionsfreiheit, aber die Gefahr von Gewalt und Entführungen durch islamisch-extremistische Gruppen nimmt auch für sie immer mehr zu.

Christen anderer religiöser Herkunft (Konvertiten)

Christliche Konvertiten muslimischer Herkunft gibt es vor allem unter den Volksgruppen der Bozo und der Dogon. Zusätzlich zur Bedrohung durch islamisch-extremistische Gruppen, der die meisten Christen in Mali ausgesetzt sind, werden Konvertiten darüber hinaus noch in unterschiedlichem Maße von ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld unter Druck gesetzt, dem christlichen Glauben abzuschwören.

Christen aus protestantischen Freikirchen

Dazu gehören charismatische und pfingstkirchliche Gemeinden, die vor allem im Süden Malis zu finden sind. Aufgrund ihrer Art des Gottesdienstes und ihrer Aktivitäten zur Weitergabe des Evangeliums ziehen solche Gemeinden häufig die Feindschaft der Gesellschaft auf sich und werden von extremistischen Muslimen ins Visier genommen.

6. Wie erfahren Christen Druck und Gewalt?

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die Platzierung auf dem Weltverfolgungsindex. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Privatleben 11.1
Familienleben 10.1
Gesellschaftliches Leben 14.7
Leben im Staat 13
Kirchliches Leben 15.2
Auftreten von Gewalt 16.7

Privatleben

Christliche Konvertiten muslimischer Herkunft erfahren im Privatleben die größten Schwierigkeiten, da die Abwendung vom Islam als Verrat gilt, und sie von Familienangehörigen und Menschen aus ihrem sozialen Umfeld bedroht und unter Druck gesetzt werden, ihren Glauben zu widerrufen. Viele Konvertiten halten ihren Glauben deshalb geheim. Im Norden des Landes müssen allerdings auch alle anderen Christen mit Schikanen und gewaltsamen Übergriffen rechnen, sollte ihr Glaube allgemein bekannt werden. Dabei kann bereits die private Glaubensausübung beispielsweise durch Gebet oder der Besitz christlicher Materialien zum eigenen Gebrauch Bestrafung nach sich ziehen.

Familienleben

Der anhaltende militärische Konflikt in Mali hat die offene Ausübung des christlichen Glaubens zu einem Risiko gemacht. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern mit muslimischer Mehrheit ist der christliche Glaube in Mali nicht per Gesetz verboten oder eingeschränkt; aber mit der Ausübung eines anderen Glaubens als des wahhabitischen Islam geht das Risiko gewaltsamer Repressalien von islamistischen Gruppen einher. Im Norden des Landes wurden christliche Lehrkräfte eingeschüchtert oder entlassen und Kinder gezwungen, am Koranunterricht teilzunehmen. Die islamistischen Gruppen forderten außerdem, dass Schulen, von denen viele von christlichen Organisationen betrieben werden, geschlossen oder in Koranschulen umgewandelt werden. Muslimische Familien dulden die Abwendung eines Familienmitglieds vom Islam aus Gründen der Familienehre nicht; sie üben häufig Druck auf einen Konvertiten aus, damit er seinen christlichen Glauben aufgibt.

Gesellschaftliches Leben

Feindseligkeit und Gewalt gegen Christen sind zwar im Norden am schlimmsten, aber sie nehmen überall zu. Obwohl die Behörden Versuche unternommen haben, feindselige religiöse Propaganda zu verbieten, wird in den Moscheen immer entschiedener gegen Christen gepredigt. In Zentralmali wächst der Druck auf die Bevölkerung, sich der Scharia unterzuordnen, obwohl diese in direktem Widerspruch zur säkularen staatlichen Gesetzgebung steht.

In Regionen, die unter der Kontrolle islamistischer Gruppen stehen, werden Kirchen beschädigt oder zerstört, und es wird jeder überwacht, der im Verdacht steht, Christ zu sein. Christen sind der Gefahr von Entführung, Vergewaltigung, Zwangsheirat und Ermordung ausgesetzt. Lokale Kontaktpersonen bestätigen, dass gezielte Entführungsversuche zunehmen: Christliche Frauen oder Jugendliche werden bei Angriffen auf Dörfer oder nächtlichen Razzien entführt.

Leben im Staat

Mali ist offiziell ein säkularer Staat, der die Religionsfreiheit respektiert. Die islamisch-extremistischen Milizen im Norden lehnen jedoch dieses Konzept und die damit verbundene Freiheit ab. Da es nahezu keine politische und soziale Interessenvertretung für Christen in der Gesellschaft gibt, werden sie häufig unter Druck gesetzt, zum Islam zu konvertieren. Dieser Druck ist vor allem in der malischen Armee, den Sicherheitsbehörden sowie im Gesundheitswesen und Bankensektor zu spüren. In Mali zu reisen, ist als Christ, insbesondere als Missionar, extrem gefährlich geworden; in den letzten Jahren haben sich mehrfach Entführungen und Morde ereignet.

Kirchliches Leben

Christen, die versuchten, in den Norden zurückzukehren und beschädigte Kirchen zu reparieren, wurden schikaniert und angegriffen. Außerdem wurden geflüchtete Christen unter Androhung von Gewalt daran gehindert, Behelfskirchen zu bauen. Oft wurde der Kontakt zu westlichen Nichtregierungsorganisationen, UN-Friedenstruppen oder verbündeten ausländischen Streitkräften von islamistischen Gruppen als „Missionierung“ ausgelegt. Unter diesem Vorwand griffen Ortsvorsteher und aufständische Gruppierungen wehrlose christliche Bevölkerungsgruppen oder deren Eigentum an. In vielen Regionen Malis ist die öffentliche Ausübung des christlichen Glaubens in Form von Gottesdiensten nicht mehr möglich.

Beispiele für das Auftreten von Gewalt

Mindestens zehn Christen wurden 2025 bei Angriffen islamisch-extremistischer Gruppen auf Dörfer in Nord- und Zentralmali getötet. Die Christen wurden angegriffen, weil sie sich weigerten, ihren Glauben aufzugeben oder die Aktivitäten der Extremisten zu unterstützen.

Bewaffnete Gruppen haben ihre Angriffe auf Christen im Berichtszeitraum zum Weltverfolgungsindex 2026 intensiviert. In Zentralmali wurden mindestens 10 christliche Einrichtungen wie Kirchen, Schulen und Gemeinschaftsbesitz von Christen angegriffen bzw. zerstört. Gemeinden mussten ihre Gottesdienststätten aufgeben, nachdem diese geplündert, beschlagnahmt oder niedergebrannt worden waren.

7. Entwicklung in den letzten 5 Jahren

Jahr

Platzierung

Punktzahl

2026

15

81

2025

14

80

2024

14

79

2023

17

76

2022

24

70

Die Gesamtwertung Malis stieg im Weltverfolgungsindex 2026 um einen Punkt. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Wertung für Gewalt den Maximalwert erreicht hat. Außerhalb der Hauptstadt Bamako sind Christen akut und anhaltend gefährdet. Sie werden bedroht und eingeschüchtert, vertrieben, erpresst und wiederholt angegriffen. Die Gewalt lässt sich vor allem auf die zwei islamisch-extremistischen Gruppen JNIM und ISSP zurückführen, die in ihrem Einflussgebiet eine streng islamische Herrschaft durchsetzen und Christen angreifen.

8. Sind Frauen und Männer unterschiedlich von Verfolgung betroffen?

Frauen

Die immer wiederkehrenden Angriffe durch islamisch-extremistische Gruppen bedrohen Christinnen mit Entführung und Zwangsheirat. Dies betrifft zwar nicht nur christliche Mädchen, ist aber gängige Taktik islamisch-extremistischer Gruppen, um den Islam zu verbreiten, und deshalb eine weithin gefürchtete Bedrohung. Insbesondere Christinnen muslimischer Herkunft stehen in der Gefahr, belästigt, bedroht, sexuell missbraucht, körperlich misshandelt und sogar ermordet zu werden. Alleinstehende christliche Konvertitinnen werden zwangsverheiratet; verheiratete Konvertitinnen werden zwangsgeschieden und verlieren möglicherweise ihre Kinder. Die Vertreibung aus dem Elternhaus bedeutet für eine Christin eine erhöhte Schutzlosigkeit, weil sie damit den Rückhalt und die Hilfe ihrer Familie verliert. Allgemein müssen Frauen sich an die islamische Kleiderordnung halten.

Männer

Während die Angriffe islamisch-extremistischer Gruppen in ganz Mali unvermindert andauern, sind vor allem christliche Männer aufgrund ihres Glaubens Morddrohungen und gewaltsamen, körperlichen Angriffen ausgesetzt. Für Männer, die in ländlichen oder abgelegenen Gebieten leben, besteht die Gefahr, dass sie von gewalttätigen Gruppen – häufig Dschihadisten – entführt, getötet oder zwangsrekrutiert werden. Mit gezielten Angriffen auf Häuser und Geschäfte von Christen werden deren Familien in die Armut getrieben, und so wird die christliche Gemeinschaft geschwächt. Christen, insbesondere Konvertiten, werden durch soziale Ausgrenzung oder eingeschränkten Zugang zu Arbeit und Bildung unter Druck gesetzt. Verheiratete Konvertiten können auch zwangsweise von ihren Frauen geschieden werden.

9. Verfolgung anderer religiöser Gruppen

Neben Christen sind auch die Anhänger ethnischer Religionen eine religiöse Minderheit in Mali. Obwohl diese Glaubensrichtungen seit jeher neben dem Islam existierten, bedroht der Vormarsch islamischer Extremisten diese Koexistenz. Auch einheimische Schiiten werden diskriminiert.

10. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Mali:

  • Beten Sie für Frieden, Stabilität und eine Normalisierung des Lebens in Mali. Beten Sie für die Machthaber im Land und eine stabile Regierung, die Recht durchsetzt.
  • Beten Sie für die islamistischen Extremisten, die sich gegen die Christen in Mali wenden. Beten Sie, dass Gott ihre Herzen erweicht und sie seine Gnade erkennen und annehmen.
  • Beten Sie für die malischen Christen, die erschöpft sind von einem Leben unter ständiger Bedrohung und Verfolgung. Beten Sie, dass der Heilige Geist sie stärkt, leitet und ihren Glauben neu entfacht. Bitten Sie Jesus Christus, seine verfolgte Gemeinde im Land zu erhalten und zu stärken.
  • Beten Sie auch um Trost für die Christen, die Angehörige durch Ermordung verloren haben.

Mali: Informieren und helfen

Meldungen

Meldungen zu Mali

Lesen Sie hier Nachrichten und persönliche Berichte verfolgter Christen aus den Ländern des Weltverfolgungsindex, und abonnieren Sie unsere kostenlosen Formate.

Eine Mitarbeiterin von Open Doors betet für eine verfolgte Christin

Beten

Gebet ist das Erste, um das verfolgte Christen uns bitten und ist daher essenzieller Teil unseres Dienstes. Erfahren sie hier, wie sie konkret für verfolgte Christen beten können.

Spenden

Spenden

Ohne Ihren Einsatz wäre unser weltweiter Dienst nicht möglich. Ihre finanzielle Unterstützung macht einen Unterschied im Leben verfolgter Christen!